Windenergie ist teuer und umweltfeindlich

Windenergie ist teuer und umweltfeindlich

Zu Ostern gab es wieder zu viel Windstrom, der teuer entsorgt werden muss, während die Umweltminister von Bund und Ländern weiter Ausnahmegenehmigungen für neue Windstromanlagen in Wäldern und sogar im Bereich von Naturschutzgebieten erteilen, durch die immer mehr Vogelarten ihren Lebensraum verlieren und so vom Aussterben bedroht sind. Die Naturschutzverbände schauen diesem Treiben tatenlos zu oder befürworten sogar diese Politik unter dem Hinweis auf die Klimarettung. Ostern war es mal wieder so weit. Als ich zum traditionellen Osterfeuer in meinem Dorf in Friesland ging, standen fast alle 20 Windgeneratoren still, die sich rund um den Ort in die Höhe recken und an vielen Stellen die Sicht auf den früher freien Horizont versperren. Der Grund für den Stillstand war jedoch keine Flaute, sondern ein bereits tagelang blasender Starkwind mit Sturmböen in der Spitze. Die Stromnachfrage während des langen Osterwochenendes war gering. Der überschüssige Windstrom hätte das Netz überlastet. Daher wurden viele Anlagen abgestellt. Ein weiterer Grund mögen noch die kräftigen Sturmböen gewesen sein, die immer wieder Windstromanlagen umlegen oder Flügel zerstören, wie es die Vergangenheit gezeigt hat. Die Betreiber der Anlagen stört das Abschalten nicht. Sie erhalten weiterhin eine hohe Vergütung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) für den Strom, den sie hätten liefern können, der aber nicht gebraucht wurde. Die Vergütungskosten müssen wir alle mit unserer Stromrechnung bezahlen. Zu Ostern wurde trotzdem noch viel überschüssiger Windstrom unter Zuzahlung über die Strombörsen entsorgt. Die Zahlen darüber liegen mir noch nicht vor. Wir dürfen aber von Entsorgungskosten ausgehen, die die Millionengrenze weit übersteigen. Trotz dieser Überschüsse werden weiter Windstromanlagen genehmigt, auch dann, wenn dadurch Vögel und Fledermäuse akut gefährdet werden. Allein in Niedersachsen wurden bis zum Jahr 2016 insgesamt 61 Anträge gestellt, artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigungen zu erteilen. Das geht aus der Antwort des Umweltministeriums auf eine FDP Anfrage im Landtag hervor, über die Marco Seng von der Nord-West-Zeitung berichtet hat. Von den Anträgen haben die lokalen Kreisbehörden 56 genehmigt. In zwei weiteren Fällen wurde eine Genehmigung mit Auflagen erteilt. Die letzten drei Anträge sind noch im Genehmigungsverfahren. Betroffen sind Gebiete mit teils streng geschützten Vogelarten wie Sturmfalke, Mäusebussard, Großer Brachvogel, Feldlerche, Kiebitz und Sturmmöwe. Mit diesen Genehmigungen wurde massiv gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen. Danach ist es verboten, geschützte Arten zu fangen, zu verletzen, zu töten, zu stören oder der Population zu schaden. Berufen wurde sich dabei auf mögliche Ausnahmen, wenn zwingende Gründe des öffentlichen Interesses vorliegen. Dazu zählen wirtschaftliche und soziale Interessen. Wirtschaftlich mausern sich Windgeneratoren immer mehr zu einem Flop, wie eingangs beschrieben. Die Stromerzeugung ist zu teuer. Windstrom ist nicht planbar und daher nahezu wertlos für eine verlässliche Stromversorgung. Bei Windstille müssen konventionelle Kraftwerke einspringen. Wir brauchen also eine doppelte Versorgungskapazität. Das wirtschaftliche Interesse, auf das sich die Genehmigungsbehörden berufen, liegt allein bei den Profiteuren der Energiewende, die an den lukrativen Einspeisevergütungen prächtig verdienen zu Lasten der Mitbürger mit geringem Einkommen, die mit immer höheren Stromrechnungen unter die Armutsgrenze getrieben werden. Hier findet eine gesetzlich verordnete riesige Umverteilung von unten nach oben statt, die von den Umweltministerien und Ämtern im Bund, den Ländern und den Kreisen immer mehr ausgeweitet wird. Die Verwaltungen stützen die Profiteure massiv. Auch der Hinweis auf soziale Interessen zieht nicht. Die Umverteilung von unten nach oben führt gerade zu immer größeren sozialen Spannungen, statt zu einem sozialen Frieden. Damit sind die Umweltminister im Bund und in den Ländern die größten Umweltsünder. Sie sollten endlich ihre eigenen Gesetze durchsetzen oder aber zurücktreten. Sie sind schlimmer als die Antragssteller, von denen berichtet wird, sie würden Rotmilane, die auch Aasfresser sind, mit vergifteten Mäusen aus Gebieten entfernen, in denen sie Windgeneratoren errichten wollen. Leider unterstützen auch die Umweltschutzvereinigungen, wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die weitere Aufstellung von Windturbinen. Sie machen nur hilflose Vorschläge, aus den Aufstellungsgebieten gefährdete Vogelarten zu vergrämen oder ihre Futterplätze zu ändern. Ein Baustopp, der allein hilft, wird nicht gefordert. So verstoßen auch diese Verbände gegen den Umweltschutz und damit gegen ihre Satzung. Die geschilderten Umweltzerstörungen durch Windgeneratoren seien erforderlich, um das Klima zu retten. Mit diesem Argument werden Kritiker mundtot gemacht. Doch wer denken kann und Fakten bewertet, kommt bald zu dem Schluss: Die Aktivitäten der Menschen sind im Hinblick auf das Wetter und damit das Klima viel zu winzig, um Einfluss zu haben. Die Sonne und die Erdumlaufbahn steuern maßgeblich unser Klima. Wir sollten politischen Entscheidungen Fakten zugrunde legen, statt größenwahnsinnig zu werden. Nur so können wir die Umwelt im Rahmen unserer Möglichkeiten schützen. Prof. Dr. Ing. Hans-Günter Appel Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz